sie sind hier: startseite / alle beiträge / SBLÄTTER links: die weiße wahl

politische wunderkammer reopened: unterwegs in endliche tiefen

beitrag von: michael.beisteiner

SBLÄTTER links: die weiße wahl

ungetüm du! reich mir eine lanze! ich such mir ein organ. ich wähle! aha! mal hier mal da. dein tran ist der asphalt, auf dem ich cowboy spiel! indianer gibt’s nimmer! ungetüm! lancieren auf teufel komm raus! irgendwas. der politiker sucht auch den wähler. nicht den weg. ich bin blind vor lauter wegen! auf umwegen geht ja keiner! eines tages werd ich wieder klar sehen. nur der wahlzettel wird weiß sein. und bestenfalls das gesicht des beisitzers. ah! ungetüm! komm her!   

review von: julya rabinowich

ich mag das Ungetüm...aber wieso das weiße Beisitzergesicht? 

michael beisteiner sagt
14.09.2017 11:52
ich stelle mir vor, er ist bleich vor schreck. er sieht ja plötzlich das ungetüm, durch mich, den ungestümen wähler.
julya rabinowich sagt
14.09.2017 13:06
aber rein logisch betrachtet sieht er ja das Wahlergebnis gar nicht, oder?
julya rabinowich sagt
02.10.2017 11:09
Furchtbar! Ich habe mich gerade verdrückt und unabsichtlich Ihren wichtigenund ehrlichen Kommentar gelöscht! Ich hoffe das lässt sich wieder herstellen...Verstehe die Träume, verstehe die Beweggründe, kann jetzt nicht massgeschneidert antworten, weil der Text ja weg ist... Sorry!
michael beisteiner sagt
02.10.2017 17:41
ach, kein problem ... jedenfalls schön, dass auch sie diesen traum, diese träume kennen! sollte der kommentar wieder auftauchen ists gut, falls nicht, schlage ich vor, ists auch gut.
michael beisteiner sagt
13.10.2017 12:17
sehen sie, was ich gerade gefunden habe. hab den kommentar damals selbst gespeichert, um (bei größerer schrift) nochmal drüberzulesen. hier ist er:

das stimmt. rein logisch habe ich das noch gar nicht betrachtet. doch erbleicht er, denke ich, weniger vor dem ergebnis, sondern mehr durch meine wut. ich gebe zu, ich träume gelegentlich von einem anarchismus, bei dem jeder jeden und jede jede mit hochsensibler rücksicht behandelt, einer lebensart, die die demokratie selbst, die gesetze unnötig macht. träumen darf ich. ein etwas abgehobener traum, ich weiß. ich glaube hinter dem satz verbirgt sich, dass mich die gesellschaft hin und wieder zum wahnsinn bringen kann. die verbreitete verlogenheit, scheinheiligkeit – von der ich oft genug selbst ein teil bin. ist die demokratie, die wir hier in Ö leben, denn tatsächlich eine? mich beschäftigen solche fragen, daher eigentlich der ganze text. daher das ungetüm. und trotzdem: wenn ich ihn öfter lese, denke ich mir, der letzte satz ist eigentlich überflüssig. dann haben wir zwar einen etwas anderen text, aber doch den eigentlich intendierten und stimmigeren. was meinen sie? (tut mir leid, dass ich sie hier „vollquatsche“, aber anders konnte ich es gerade nicht ausdrücken.)