beitrag von: heimwehbilder
träges einland
aufgabe: 3 - fensterblick. dreizeiler über den blick aus dem fenster.
nebel. das letzte dorf flüstert mit geschlossenen augen einen satz: die sichtbarmacherin ist tot.
schule für dichtung
vienna poetry school
nebel. das letzte dorf flüstert mit geschlossenen augen einen satz: die sichtbarmacherin ist tot.
Ich verstehe den Titel nicht ganz. Ein „Eiland“ wäre etwas anderes, nämlich eine (kleine) Insel. Unter einem „Einland“ kann ich mir nichts vorstellen, auch wenn ich das Wort als Wort mag. Originell finde ich die Regieanweisung zur Witterung. So ein knappes „nebel“ könnte auch am Anfang einer Szene in einem Drehbuch stehen, der Punkt trennt gut. Uns werden viele Fährten gelegt, insbesondere indem es sich um das „letzte“ dorf handelt. Da wird es dystopisch, vielleicht sogar postapokalyptisch. „Sichtbarmacherin“ ist ein tolles Wort, das ich auch schon einmal wo benutzt habe. Ihren Tod registriert man als Verbrechen, obwohl sie ja vielleicht eines natürlichen Todes gestorben ist. Überhaupt ist das Gedicht sehr filmisch, ich sehe vor mir intensive Bilder, ohne das Geschehen wirklich zu verstehen. Mystery à la M. Night Shyamalan. Quasi das Gedicht zum Film zum Krieg.