beitrag von: claudy
linksmittig (2.Version von 'Schatten-Ich')
aufgabe: 1 - innenschau. dreizeiler über empfindung, gefühlswelt.
Da kauert es, mein Schatten-Ich, auf scheinbar toten Träumen.
schule für dichtung
vienna poetry school
Da kauert es, mein Schatten-Ich, auf scheinbar toten Träumen.
Hier für alle als Kontext nochmal die erste Version: Zweifel catchen mich und mittendrin da kauert etwas auf scheinbar toten Träumen Ich finde die Überarbeitung wirklich toll, Respekt! Sie haben sich vom „catchen“ getrennt, und ich weiß, wie schwer es ist, sich von einzelnen Wörtern zu trennen, die einem ans Herz gewachsen sind. Es bringen auch nicht alle übers Herz, überhaupt an Gedichten weiterzubasteln, die sich vielleicht schon fertig anfühlen. In der neuen Version ist alles an seinem Platz, da steigert sich etwas, was die Zeilenlänge sogar noch unterstreicht. Die Zeilen bilden Stufen, sogar welche hinunter, wie bei einem Abstieg. Das Gedicht strebt jetzt auf die „toten Träume“ zu, die ja schon in der ersten Version gelungen waren. Beim Vergleich finde ich, dass die zweite Zeile vorher recht arhythmisch war, jetzt flutscht alles gut.
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Vielen lieben Dank, Ihre positive Rückmeldung freut mich sehr!
Darf ich noch auf das "scheinbar" hinweisen, das mir sehr wichtig ist - da es eben keine toten, sondern nur scheinbar tote Träume sind - im Sinne von 'dem Anschein nach'.