beitrag von: michaelkoepf
überbleibsel
aufgabe: 3 - fensterblick. dreizeiler über den blick aus dem fenster.
gestern noch war ich dagegen, heute schon bin ich hingegen, in meiner stadt nicht mehr zugegen; transportiert um zu verleben.
schule für dichtung
vienna poetry school
gestern noch war ich dagegen, heute schon bin ich hingegen, in meiner stadt nicht mehr zugegen; transportiert um zu verleben.
Ich verstehe nicht ganz, was das mit dem Blick aus dem Fenster zu tun hat, dieser Blick scheint sehr nach innen gerichtet zu sein. Die Reimfreude mit „dagegen“, „hingegen“ und „zugegen“ hat einen gewissen Witz, streng genommen reimt sich da immer ein „gegen“ auf sich selbst. Skeptisch bin ich beim „transportiert“, denn ein Transport ist ja etwas, das ein aktiver Part mit einem passiven Part erledigt, da fehlt mir eine verständliche Besetzung dieser Konstellation. Wer transportiert denn das Ich? Oder macht es das selbst? Schön finde ich, dass ein „Verleben“ für die Zukunft in Aussicht gestellt wird. Meistens ist jemand „verlebt“, was eine Aussage über die Vergangenheit trifft.
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Das Thema ist Deportation, oft beobachtet aus Fenstern von Leuten die von nichts wussten.