beitrag von: beatemayrk
ich in dir
aufgabe: 5 - ein gegenüber. dreizeiler über einen vertrauten menschen
eins werden mit zeit ganz bei mir sein in dir ohne goldnen rand
schule für dichtung
vienna poetry school
eins werden mit zeit ganz bei mir sein in dir ohne goldnen rand
Wieder schleicht sich beim Gedicht über einen vertrauten Menschen ein Ich ein, um ein Wir herzustellen. Ist natürlich legitim, denn man definiert einen anderen ja nicht zuletzt über seine Beziehung zu einem selbst. „eins werden mit zeit“ ist eine schöne Formulierung dafür, wie sich das Zeitgefühl der Situation anpasst. „ganz bei mir sein in dir“ streift haarscharf den Kitsch, was aber Geschmackssache ist. Den „goldnen rand“ verstehe ich nicht ganz – was in diesem Fall aber genau richtig so ist. Es klingt nach etwas, das die Menschen, um die es geht, verstehen. Und jedes Geheimnis muss man ja auch nicht verraten.
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das ganze gedicht bezieht sich auf hegel und seine aussage "bei sich sein in einem anderen menschen", das laut hegel begrenzungen aufhebt (finde ich einen schönen philosophischen gedanken, und mit dem aufheben der begrenzungen spielt die dritte zeile, vermutlich zu wenig verständlich)