beitrag von: MinaRe
#No1
aufgabe: 1 - innenschau. dreizeiler über empfindung, gefühlswelt.
Die Zeit zieht mir die Haut vom Leibe Darunter Die Angst vor dem Nichts.
schule für dichtung
vienna poetry school
Die Zeit zieht mir die Haut vom Leibe Darunter Die Angst vor dem Nichts.
Ein Gedicht, das mit sehr schweren Wörtern operiert, die alle ein bisschen gefährlich sind, weil sie leicht zu Pathos führen. Zeit, Haut, Leib, Angst, Nichts. Da sind so viele dieser „großen“ Worte auf einem Fleck, dass das einzelne nicht zur Geltung kommen kann, finde ich. Gelungen finde ich, dass unter der abgezogenen Haut nicht das „Nichts“ lauert, sondern die Angst davor. Das erzeugt ganz seltsame Bilder. Vielleicht wäre es nur besser, sich für zwei oder drei dieser großen Begriffe zu entscheiden und den Rest ein bisschen konkreter zu machen. Dann hat fühlt man sich vom Gedicht direkter angesprochen.