beitrag von: louca
was bleibt
aufgabe: 2 - lebensraum. dreizeiler über ein bewohntes zimmer.
die tiefe kuhle / in der matratze / zeugt von dir / die deckenlampe / surrt //
schule für dichtung
vienna poetry school
die tiefe kuhle / in der matratze / zeugt von dir / die deckenlampe / surrt //
Spannend, dass zum ersten mal Schrägstriche auftreten, die ebenfalls in unserer Reportoire der Trennungen und Präzisierungen gehören. Nach meinem Geschmack werden sie hier inflationär eingesetzt, ein gewisser Overkill, der das Gedicht sehr unruhig macht. Den doppelten Schrägstrich zum Abschluss braucht man vielleicht nur, wenn es sich um einen Abschnitt innerhalb eines längeren Textes handelt. Sprachlich passiert da viel Schönes. Von einer „tiefen kühle“ habe ich noch nie gehört, aber man spürt sofort, wie gut das passt. Dass „die deckenlampe“ einfach nur „surrt“ und dieses Surren nicht noch langwierig erweitert wird, ist sehr stilsicher.