review von: Lukas Meschik
Ein Gedicht, das einen Narren am „g“ gefressen hat und das lustvoll zelebriert. Zählen wir gemeinsam, es sind erst 8, dann 5, dann 7 „g“, beim Titel noch eines, also insgesamt 21, wenn ich mich nicht verrechnet habe. Es nimmt den Größenwahn und die Trophäen-Geilheit der Großwildjäger herrlich auf die Schippe. Das Highlight ist die letzte Zeile, wo ihre internationale Ballerei verwurstet wird. Beim Kauderwelsch aus Deutsch und Englisch denke ich sofort an Ulrich Seidls „Safari“. Dieses „goes Ghana or Gesäuse again“ passt gut zu Österreichern oder Deutschen, die in ein afrikanisches Land fahren, um exotische Tiere abzuknallen, mit den Einheimischen in schlechtem Englisch kommunizieren. Es ist den Grinzingers auch wurscht, wo sie sind, Hauptsache, es wartet Nachschub für die heimische Wand.