beitrag von: Bettina.K
Alter Vulkan
aufgabe: 5 - ein gegenüber. dreizeiler über einen vertrauten menschen
Wir sind ein alter Vulkan gierig zärtlich überfließen wir die inneren Landschaften
schule für dichtung
vienna poetry school
Wir sind ein alter Vulkan gierig zärtlich überfließen wir die inneren Landschaften
Auch in diesem Gedicht über einen vertrauten Menschen tritt ein Wir auf, wir erfahren also etwas über die Verbindung zu diesem Menschen. Auch wenn ich „alter Vulkan“ sprachlich schön finde, muss ich das inhaltlich nach seinem Sinn abklopfen: Ein Vulkan ist doch eigentlich immer alt, bildet sich über zigtausend Jahre, schlummert vor sich hin und wartet auf den nächsten Ausbruch. Vielleicht braucht man das „alt“ gar nicht, dafür gibt es eine andere Beschreibung, die den Vulkan zu etwas Besonderem macht. Poetisch finde ich, dass es zwei Menschen sind, die diesen Vulkan bilden. Ein bisschen schief wird es beim „überfließen“. Das Fließen verbinde ich mit der Lava des Vulkans, die im Inneren Magma ist. (Da wir uns in „inneren Landschaften“ bewegen, könnte es beides sein, aber wir sind hier ja nicht am Geologenkongress.) Gelungen ist, dass „gierig“ und „zärtlich“ hier keinen Widerspruch darstellen, sondern beistrichlos verbunden werden. Vielleicht lässt sich „überfließen“ ersetzen. Ich verstehe, dass es als „überziehen“ gemeint ist, das aber auch nicht ganz passt. Bestimmt gibt es da eine elegante Lösung.
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Danke! Ich gehe auf die Suche nach einer eleganten Lösung. Vulkane können übrigens durchaus alt oder nicht so als sein, habe ich aus dem Anlass Ihres Kommentars recherchiert. Wusste ich nicht, ich habe es einfach so hingeschrieben.