beitrag von: SofieMorin
Wohnbau im Kopf::Licht
aufgabe: 3 - fensterblick. dreizeiler über den blick aus dem fenster.
Nachts versagen die Spiegel wohin ich schau::Fenster Hinter jedem ein bloßes Du
schule für dichtung
vienna poetry school
Nachts versagen die Spiegel wohin ich schau::Fenster Hinter jedem ein bloßes Du
Wieder etwas ganz Neues: Der doppelte Doppelpunkt. Zugegebenermaßen bin ich da sehr skeptisch. Dieses Zeichen ist so ungewöhnlich, dass es mir schon beweisen muss, dass es sich nicht nur wichtigmacht, sondern wirklich eine Funktion hat und einen Zweck erfüllt. Ich erkenne darin ehrlich gesagt keinen Mehrwert. Was zeigt dieser doppelte Doppelpunkt an? Warum gibt es ihn und warum wird er hier zweimal gesetzt? Die Bringschuld liegt bei ihm. Dazu noch eine praktische Frage: Nachts versagen die Spiegel, okay, es ist wohl zu dunkel, sich in ihnen zu erkennen. Aber wenn es so dunkel ist, wie kann ich dann hinter den Fenstern ein „Du“ erkennen? Vielleicht kann man in dem Gedicht ein bisschen aufräumen, um Klarheit zu schaffen.
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:: ist der Spiegel, vermute ich. Die Wörter, die :: einrahmen schauen sich gegenseitig an, öffnen die Möglichkeit einer Verbindung und trennen zugleich. Jedenfalls dichte ich ihm das an. Vielleicht auch eine Art Gelenk (dem muss ich wohl in einem nächsten Text nachgehen.)
(Vom bloßen Du denk ich mir, es ist erkennbar wegen des Lichts im Titel ;-)
[Das kommt heraus, wenn ich gebeten werd aufzuräumen und statt das zu tun die Stirnlampe anschalt, die den zu beseitigenden Staub zwar immerhin nicht aufwirbelt, aber durchaus sichtbar macht.]