beitrag von: christina
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aufgabe: 3 - fensterblick. dreizeiler über den blick aus dem fenster.
bunt war das halbdunkel das am morgen mein auge füllte vogelgesang in schönsten Farben
schule für dichtung
vienna poetry school
bunt war das halbdunkel das am morgen mein auge füllte vogelgesang in schönsten Farben
Besonders gefällt mir, dass der „vogelgesang“ hier „Farben“ hat. Zwar weicht das vom Blick ab, aber wir wollen nicht päpstlicher sein als der Papst. Auch dass das „halbdunkel“ hier „bunt“ sein kann, ist etwas Besonderes. Ich stolpere in der zweiten Zeile, genauer gesagt über das „füllte“. Ich bin auch skeptisch, ob „erfüllte“ eine elegante Lösung wäre. „Füllen“ klingt im Zusammenhang so grob und plump, es klingt auch nach einer größeren Menge. Vielleicht gibt es ein sanfteres, kleineres Wort, das ein bisschen weniger drastisch wirkt.
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Lieber Lukas Meschik, vielen lieben Dank für Ihren Kommentar. Das ist sehr hilfreich. Ein konstruktives Feedback zu bekommen ist sehr wertvoll, um sich weiterzuentwickeln und seine eigenen Worte noch besser zu verstehen. Wie wäre ganz einfach sah, statt füllte : bunt war das halbdunkel, das am morgen mein auge sah, Vogelgesang in schönsten Farben.
So erreiche ich wieder das sehen und aber auch den Augenblick, das Ergreifen dessen. Was meinen Sie ? Christina