beitrag von: sonjama
Garçonnière
aufgabe: 2 - lebensraum. dreizeiler über ein bewohntes zimmer.
Geborgen sein ‚gut angekommen’ meint dich auch Ich wärme mich in deinem Bauch
schule für dichtung
vienna poetry school
Geborgen sein ‚gut angekommen’ meint dich auch Ich wärme mich in deinem Bauch
Das Gedicht schafft eine Heimeligkeit und stiftet die genannte Geborgenheit, ich würde aber leichte Anpassungen vornehmen. Die zweite Zeile endet auf „auch“, damit sich mit der letzten ein Reim ergibt, darauf komme ich noch zurück. Betont werden soll, dass bei Geborgenheit in einem Raum auch der Mensch gemeint ist, deshalb sollte das „dich“ am Ende stehen. So strebt alles auf dieses „dich“ zu, also: ‚gut angekommen’ meint auch dich Jetzt ist der schöne Reim weg, ich weiß. Wärmt sich das Ich wirklich „in“ einem Bauch, nicht „an“ einem Bauch? Das Ich, das zu uns spricht, wäre dann ja noch gar nicht geboren, was natürlich möglich ist – beim Dichten ist alles möglich – aber hier wahrscheinlich nicht gemeint ist. Wenn es zu sehr wehtut, sich vom Reim zu trennen, dann findet sich vielleicht eine andere Lösung, die eine ähnliche Geborgenheit vermittelt.
Danke für die Erklärung - selbst wäre ich nicht drauf gekommen, dass wir uns im Bauch der Wohnung befinden, aber ein schönes Bild.
Ich finde es reizvoll, dass es beides sein könnte- ein Raum oder auch die Gebärmutter. Siehe neue Version.
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Hier meinte ich die Einraumwohnung selbst, quasi personifiziert. Es ist sie, die in Zeile zwei mit ‚dich‘ angesprochen wird und daher auch in Zeile drei mit ‚in deinem Bauch‘. Vergleiche etwa ‚im Bauch des Schiffes‘. Das Umstellen von ‚dich’ und ‚auch‘ in der zweiten Zeile finde ich eine gute Idee.