beitrag von: maulesel
haltestelle
aufgabe: 3 - fensterblick. dreizeiler über den blick aus dem fenster.
durstig in dunkler busnacht "happy day" leuchtet draußen
schule für dichtung
vienna poetry school
durstig in dunkler busnacht "happy day" leuchtet draußen
Das Gedicht fängt sehr kompetent eine Nachtstimmung ein. Ich sehe da gleich Leute mit dem Nachtbus den langen Heimweg antreten. Mein Highlight ist die „busnacht“, eine Wortschöpfung, in der all das drinsteckt. Muss die Nacht „dunkel“ sein? Das Problem hatten wir in einem anderen Gedicht schon einmal. Die Nacht ist ja von sich aus schon dunkel, für mich wirkt das unnötig. Könnte diese „busnacht“ noch anders beschrieben werden? Es würde schon reichen, wenn sie „kalt“ wäre; alles wäre ein sinnvoller Zusatz. Die letzte Zeile stolpert für mich ein bisschen, weil sie nicht rechtzeitig zum Ende kommt. Ich will mich nicht in Ihren Rhythmus einmischen, aber wie wäre: „happy day“ leuchtet auf Da wir uns laut Titel an einer Haltestelle befinden, wissen wir ja schon, dass sich die Szene draußen abspielt. Übrigens handelt es sich bei „happy day“ um eine Werbung für Fruchtsaft.
Alles klar! Dann haben Sie das genau so eingefangen, wie Sie wollten. Schönen Tag!
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Lieber Lukas, besten Dank für den Kommentar.
der text kommt aus dem bus-inneren, war sehr konkret gedacht: "dunkel" sollte den Kontrast (die Lichter im Bus gehen erst an, wenn er losfährt) verstärken.
An der Halt estelle (draußen) war diese beleuchtete "Werbeschrift" - "happy day" als Antwort auf den Durst gedacht; "d" raußen sollte die zeilen schließen bzw. abrunden ("d" urstig, "d" unkel...). Der Blick geht nach draußen, bezieht aber das "Drinnen" mit ein. Noch einen schönen Tag und LG!