beitrag von: MinaRe
#No1 überarb. Version
aufgabe: 1 - innenschau. dreizeiler über empfindung, gefühlswelt.
Mein Spiegelbild verrät die Haut
Die Angst vor dem Nichts
dahinter - offenbar.
#No1
aufgabe: 1 - innenschau. dreizeiler über empfindung, gefühlswelt.
Die Zeit zieht mir die Haut vom Leibe
Darunter
Die Angst vor dem Nichts.
review von: Lukas Meschik
Ein Gedicht, das mit sehr schweren Wörtern operiert, die alle ein bisschen gefährlich sind, weil sie leicht zu Pathos führen. Zeit, Haut, Leib, Angst, Nichts. Da sind so viele dieser „großen“ Worte auf einem Fleck, dass das einzelne nicht zur Geltung kommen kann, finde ich. Gelungen finde ich, dass unter der abgezogenen Haut nicht das „Nichts“ lauert, sondern die Angst davor. Das erzeugt ganz seltsame Bilder. Vielleicht wäre es nur besser, sich für zwei oder drei dieser großen Begriffe zu entscheiden und den Rest ein bisschen konkreter zu machen. Dann hat fühlt man sich vom Gedicht direkter angesprochen.
review von: Lukas Meschik
Danke fürs Mitliefern der Urversion. Jetzt ist zwar die „Zeit“ verschwunden, dafür ein „Spiegel“ dazugekommen, wieder ein sehr aufgeladenes, großes Wort. Ist aber legitim, dass Sie bei Ihren Begriffen bleiben, mit denen Sie sich ausdrücken wollen. Das nachgestellte „offenbar“ ist mir ein bisschen unklar. Ich schätze, es kommt vom „Offenbaren“, es ist einem halt vertraut als eingestreutes Füllwort, im Sinne von: „Offenbar“ ist es so und so. Davon muss man sich beim Lesen erst befreien.
ich bedanke mich sehr, sehr herzlich für ihre Mühen und für Ihr großartiges Feedback. Ich merke, das pathetische Wortbild der ersten Variante liegt mir doch irgendwie am herzen. ich hab mir schwer getan, es umzuarbeiten; besser geworden ist es wohl nicht mehr. ich denke, ich hänge an Variante 1. Ich hoffe, das ist okay.