lukas meschik
wie ich gewebt bin - dreizeiler

lukas meschik (aut) wie ich gewebt bin

beitrag von: MarGru

wie ich gewebt bin

aufgabe: 1 - innenschau. dreizeiler über empfindung, gefühlswelt.

deine Füße lieben meinen Rücken
weich, schmal, leicht zu rollen
doch kein Bodenschatz liegt ewig

review von: Lukas Meschik

Das Gedicht macht viel Schönes. Ein Körperteil wird zum Protagonisten der Szene, die „Füße“ lieben jemanden, nämlich einen „Rücken“. Eine gute Umschreibung von Berührungen. Der Rücken wird ja als Letztes genannt, die zweite Zeile bezieht sich wohl auf ihn. „weich, schmal, leicht zu rollen“, das bringe ich nur nicht mit einem Rücken zusammen, eher mit Füßen. Vielleicht könnten Sie Klarheit schaffen. Ober ich habe einfach zu wenig Fantasie, was Rücken angeht. Toll ist das Wort „Bodenschatz“, das an „Bodensatz“ erinnert, aber einfach ein Ding sein könnte, das am Boden herumliegt, ich stelle mir vor, wie es einer dem anderen reicht.

kommentare

Markus Grundtner
17.02.2026 10:45

Vielen Dank für die erhellende Rückmeldung.

Ich kann leider keine eigene Überarbeitung mehr posten, daher hier nun.

Ich hätte klarer sein müssen - in diesem Sinne die zweite Version, aber ohne eigene Erklärung, weil vielleicht kommt es auch so noch nicht zusammen:


Ich, dein Teppich, ein Läufer
deine Füße lieben meinen Rücken
weich, schmal, leicht zu rollen
doch kein Bodenschatz liegt ewig

Lukas Meschik
17.02.2026 11:52

Danke, jetzt geht mir ein Licht auf! Am "gewebt" hätte ich es erkennen können. Aber solche Missverständnisse sind ja schön und unterhaltsam. Es ist egal, ob man es "richtig" versteht, vielleicht versteht man es eben anders.

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