lukas meschik
weinen - dreizeiler

lukas meschik (aut) weinen

beitrag von: leah

weinen

aufgabe: 1 - innenschau. dreizeiler über empfindung, gefühlswelt.

wahrheit welt 
& wangenknochen 
wollen sich gewaschen wissen 

review von: Lukas Meschik

Ich lese in dem Gedicht ein Verzagen angesichts einer düsteren Weltlage. So viele „w“ auf so engem Raum gibt es selten, das reizt gleich zum lauten Vorlesen. Mir kommt vor, da hatte das Anhäufen von gleichen Lauten Priorität, bin mir unsicher, ob die letzte Zeile wirklich etwas bedeutet, das ich nachvollziehen kann. Jedes Wort gibt einen neuen Spin und erzeugt einen neuen Sinn. Aber falsch ist daran natürlich nichts.

kommentare

Leah Maria Huber
01.03.2026 12:28

Vielen Dank für den Eindruck und Input!

Meine Intention zur letzten Zeile:
1. Mit dem Wort "wollen" den Subjekten aus den ersten zwei Zeilen so etwas wie Eigeninitiative zu geben. Sie sozusagen das Weinen einfordern zu lassen.
2. Das Weinen eben nicht nur als reine Verzweiflungs- oder Verzagenstat zu sehen, sondern auch als reinigendes, befreiendes, eventuell fruchtbares Moment. Als etwas, das das Verzagen und eventuelle Reaktion darauf leichter macht.

Schade, dass das offenbar nicht wirklich nachvollziehbar wurde.
Aber umso wertvoller ist das Feedback.

Danke!

Lukas Meschik
01.03.2026 13:22

Danke für die Erläuterung. Wie gesagt ist da nichts falsch - beim Lesen darf man etwas auch anders oder gar nicht verstehen. Vielleicht bräuchten so komplexe Gedanke mehr Platz, drei Zeilen sind ja arg wenig.

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