beitrag von: leah
weinen
aufgabe: 1 - innenschau. dreizeiler über empfindung, gefühlswelt.
wahrheit welt & wangenknochen wollen sich gewaschen wissen
schule für dichtung
vienna poetry school
wahrheit welt & wangenknochen wollen sich gewaschen wissen
Ich lese in dem Gedicht ein Verzagen angesichts einer düsteren Weltlage. So viele „w“ auf so engem Raum gibt es selten, das reizt gleich zum lauten Vorlesen. Mir kommt vor, da hatte das Anhäufen von gleichen Lauten Priorität, bin mir unsicher, ob die letzte Zeile wirklich etwas bedeutet, das ich nachvollziehen kann. Jedes Wort gibt einen neuen Spin und erzeugt einen neuen Sinn. Aber falsch ist daran natürlich nichts.
Danke für die Erläuterung. Wie gesagt ist da nichts falsch - beim Lesen darf man etwas auch anders oder gar nicht verstehen. Vielleicht bräuchten so komplexe Gedanke mehr Platz, drei Zeilen sind ja arg wenig.
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Vielen Dank für den Eindruck und Input!
Meine Intention zur letzten Zeile:
1. Mit dem Wort "wollen" den Subjekten aus den ersten zwei Zeilen so etwas wie Eigeninitiative zu geben. Sie sozusagen das Weinen einfordern zu lassen.
2. Das Weinen eben nicht nur als reine Verzweiflungs- oder Verzagenstat zu sehen, sondern auch als reinigendes, befreiendes, eventuell fruchtbares Moment. Als etwas, das das Verzagen und eventuelle Reaktion darauf leichter macht.
Schade, dass das offenbar nicht wirklich nachvollziehbar wurde.
Aber umso wertvoller ist das Feedback.
Danke!