beitrag von: fioly
Begehren
aufgabe: 5 - ein gegenüber. dreizeiler über einen vertrauten menschen
du streckst dich hin zu mir doch nimmst du es zurück klopfst mein Herz in einen Trichter
schule für dichtung
vienna poetry school
du streckst dich hin zu mir doch nimmst du es zurück klopfst mein Herz in einen Trichter
Es gibt kaum eine schwierigere Aufgabe in der Literatur, als eine unpeinliche Sprache für Körperlichkeit zu finden. Das Gedicht geht insofern klug vor, als es nirgendwo zu konkret oder indiskret wird. Ich verstehe nur den „Trichter“ nicht. Dass ein „Herz“ da hineingeklopft wird, löst bei mir nichts aus, weil ich mir wenig darunter vorstellen kann. Was bedeutet das fürs Herz – und damit auf der Gefühlsebene? Ich lese in den drei Zeilen ein Gezeitenspiel der Anziehung und Abstoßung, was ein lohnendes Motiv ist. Nur beim Trichter blicke ich nicht durch.
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Ja, es ist schwierig, die Enge zu beschreiben. Unpeinliche <3 Alternativen habe ich keine gefunden. V2: (?)
du streckst dich hin zu mir
doch nimmst du es zurück
was bleibt, verengt