lukas meschik
die fremde und wir - dreizeiler

lukas meschik (aut) die fremde und wir

beitrag von: MargitHilde

die fremde und wir

aufgabe: 4 - ein gegenüber. dreizeiler über einen fremden menschen

kein komet in sicht
sie hat hoffnung, wir nur gier
das gleiche sehnend

review von: Lukas Meschik

So ein „Komet“ löst sofort Assoziationen aus, ich denke an den Stern von Bethlehem, der in der Nacht von Christi Geburt erscheint und als Omen eingesetzt wird. Mein astronomisches Wissen ist begrenzt, wie ich lese, sind Sternschnuppen etwas anderes, mit Wunscherfüllung hat dieser Komet vielleicht trotzdem zu tun. Dass „kein Komet in Sicht“ ist, bedeutet das Ausbleiben des guten Vorzeichens, und unsere Wünsche können wir uns dann sowieso an den Hut stecken. Ich verstehe die Gegenüberstellung von „Hoffnung“ und „Gier“ nicht, was hat das eine mit dem anderen zu tun? Nimmt unsere Gier dieser Fremden etwas weg? Einen Widerspruch sehe ich am Ende, wo es heißt, dass wir das Gleiche sehnen – vorher unterscheiden wir uns doch. Vielleicht könnte man die Gedanken da noch ein bisschen ordnen und Klarheit schaffen.