beitrag von: MargitHilde
die fremde und wir
aufgabe: 4 - ein gegenüber. dreizeiler über einen fremden menschen
kein komet in sicht sie hat hoffnung, wir nur gier das gleiche sehnend
schule für dichtung
vienna poetry school
kein komet in sicht sie hat hoffnung, wir nur gier das gleiche sehnend
So ein „Komet“ löst sofort Assoziationen aus, ich denke an den Stern von Bethlehem, der in der Nacht von Christi Geburt erscheint und als Omen eingesetzt wird. Mein astronomisches Wissen ist begrenzt, wie ich lese, sind Sternschnuppen etwas anderes, mit Wunscherfüllung hat dieser Komet vielleicht trotzdem zu tun. Dass „kein Komet in Sicht“ ist, bedeutet das Ausbleiben des guten Vorzeichens, und unsere Wünsche können wir uns dann sowieso an den Hut stecken. Ich verstehe die Gegenüberstellung von „Hoffnung“ und „Gier“ nicht, was hat das eine mit dem anderen zu tun? Nimmt unsere Gier dieser Fremden etwas weg? Einen Widerspruch sehe ich am Ende, wo es heißt, dass wir das Gleiche sehnen – vorher unterscheiden wir uns doch. Vielleicht könnte man die Gedanken da noch ein bisschen ordnen und Klarheit schaffen.