beitrag von: NinaB
Alpin
aufgabe: 4 - ein gegenüber. dreizeiler über einen fremden menschen
Lächelnde Stimme mit niederländischem Akzent wachselt mir die Ski
schule für dichtung
vienna poetry school
Lächelnde Stimme mit niederländischem Akzent wachselt mir die Ski
Eine gewagte Entscheidung, dass es die „Stimme“ ist, die einem die Ski wechselt. Aber das sind eben die Möglichkeiten der Lyrik und von Sprache überhaupt. Wenn diese Stimme für einen das herausstechende Merkmal einer Person ist, dann wird die Person eben zu ihrer Stimme. Strenge Lektoren würden bekritteln, dass eine Stimme ja nicht „lächeln“ kann, weil sie ein akustisches Phänomen ist und keine Oberfläche hat, aber wir Dichterinnen und Dichter wissen, dass eine Stimme sehrwohl lächeln kann – damit haben wir in einem kleinen Wort etwas erzählt, wofür Romanciers ein paar Sätze brauchen. Für Momente stellt sich gegenüber einem fremden Menschen eine seltsame Vertrautheit ein, das fängt dieses Gedicht schön ein.
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Danke! Ja, gleichzeitig wollte ich ein spontanes Gefühl von Überlegenheit ausdrücken - ein "Was soll das?". Mit dem österreichischen Wort "wachseln" - weil ich als Einheimische von einem Menschen, der die Berge nicht seit seiner Kindheit kennt, beraten und versorgt werde. Der dazu noch ungewöhnlich glatt und freundlich ist für die Berg ;-) Sollte lustig sein. Ist nicht so gut gelungen. Bzw. Funktioniert vielleicht nur, wenn ich es laut lese.