beitrag von: Hassbach
Berühmte Dreizeiler "Schiller"
aufgabe: 4 - ein gegenüber. dreizeiler über einen fremden menschen
Weil Goethe sie nach dem Götz kann, liest Jeannine Schiller.
schule für dichtung
vienna poetry school
Weil Goethe sie nach dem Götz kann, liest Jeannine Schiller.
Zum Schmäh gehört auch die selbstbewusste Feststellung, dass es sich bei diesem Schwung an Gedichten um „berühmte Dreizeiler“ handelt. Dabei ist nicht gemeint, dass sie von berühmten Persönlichkeiten handeln, sondern als Literatur sind sie berühmt, vielleicht sogar weltberühmt in Österreich. Ein Selbstbewusstsein, das sich über Selbstbewusstsein lustig macht. Die Trennung von Unterhaltung und Ernst wird hier aufgehoben, innerhalb von nur drei Zeilen begegnen wir dem Dichterfürsten Goethe und der Adabei-Ikone Jeannine Schiller – was macht die eigentlich beruflich? Wir haben nichts gegen sie, und das Gedicht auch nicht, immerhin liest sie Schiller, den Friedrich. Um das alles zur Gänze zu entschlüsseln, müssen wir das Götz-Zitat aus Goethes Schauspiel „Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand“ kennen, laut dem jemand den anderen am Arsche lecken soll. In solche Niederungen derber Sprache begibt sich das Gedicht aber nicht, es bleibt akademisch und deutet nur an.