beitrag von: Hassbach
Berühmte Dreizeiler "Haydn"
aufgabe: 4 - ein gegenüber. dreizeiler über einen fremden menschen
Du bekehrst Gläubige, Joseph Haydn.
schule für dichtung
vienna poetry school
Du bekehrst Gläubige, Joseph Haydn.
Dieses Gedicht ist so knapp gehalten, dass wir uns zu den fünf Wörtern viel selbst dazudenken müssen. „Haydn“ ist in eine neue Zeile gesetzt, um den Namen aufzulösen und einen Gleichklang mit „Haiden“ herzustellen. Diese Haiden braucht es für die Gegenüberstellung mit Gläubigen. Aber Haiden sind ja das Gegenteil von Gläubigen. Jetzt bin ich verwirrt: Joseph wird vorgeworfen, dass er Gläubige bekehrt, was sinnlos ist, weil die ja nicht mehr bekehrt werden müssen – ermahnt man ihn also, stattdessen „Haiden“ zu bekehren? Das lässt sich da nicht herauslesen. Egal, aus welcher Richtung man das entschlüsselt, es bleibt ein Widerspruch. Vielleicht kann man diese Verwirrung auflösen? Bestimmt gäbe es einen anderen Zusammenhang, in dem sich „Haydn“ in „Haiden“ verwandelt, Religion ist ein unerschöpfliches Thema.
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Ich würde es so lesen, dass ein Du angesprochen wird, das Gläubige bekehrt, während Joseph beim altbekannten Bekehren der Heiden bleibt.
Ein poetischer Flachwitz, der mich zum Nachdenken anregt.
Jedenfalls bin ich ganz beim lyrischen Du,
denn Gläubige bekehren ist doch einmal ein sinnvoller Ansatz ;-) ...