beitrag von: hacker
Momentenblick
aufgabe: 3 - fensterblick. dreizeiler über den blick aus dem fenster.
die stadt winkt herein mit ihren dachstühlen hintergrundgeräusche lauern
schule für dichtung
vienna poetry school
die stadt winkt herein mit ihren dachstühlen hintergrundgeräusche lauern
Beim Titel stolpere ich über das angehängte „en“, und ein zweites Stolpern kommt, wo ich mich frage, was „Momentblick“ eigentlich aussagt. So ein Blick ist ja von sich aus momenthaft, bei fortgesetzter Dauer wird es ein Schauen. Dass die Stadt „winkt“, finde ich toll, aber macht sie das mit Dachstühlen? Die sind ja fest und starr, machen also keine Winkbewegung, und streng genommen sind Dachstühle die Konstruktion darunter. Was wir von der Stadt sehen, sind Dächer. Geräusche können von diesem Blick nicht erfasst werden, wobei wir beim Schauen natürlich auch andere Sinne anzapfen. Diese Geräusche sind ja schon im Hintergrund als „Hintergrundgeräusche“, nur wie und wo lauern sie dann? Tut mir Leid, dass ich das Gedicht so abklopfe und dabei zerlege, vielleicht muss man da leicht schiefe Bilder nur ein bisschen in Form klopfen.