beitrag von: ClausMischon
Gong
aufgabe: 1 - innenschau. dreizeiler über empfindung, gefühlswelt.
Klare Augen, Feine Ohren Und ein starkes Kinoherz
schule für dichtung
vienna poetry school
Klare Augen, Feine Ohren Und ein starkes Kinoherz
Dieses Gedicht bleibt für mich ein Geheimnis. Wo ein Gong auftaucht, da wird er meistens geschlagen, er leitet etwas ein, vielleicht eine Meditation? Beim Lesen sehe ich jemanden in der Yogaklasse sitzen, der den Blick ins Innere richtet. Nach dem Beistrich dürfen die Ohren „fein“ sein. Die Augen und Ohren sind Äußerlichkeiten, nur widerspricht das einer Innenschau. „Klare Augen“ ist für sich genommen eine schöne Formulierung, die Persönlichkeit vermitteln. Das „Kinoherz“ wiederum dringt in den Körper ein. Ich kann mir wenig darunter vorstellen, liebe aber das Wort. Meine erste Assoziation ist jemand, der es liebt, ins Kino zu gehen – ich wüsste aber nicht, was sich an dieser Vorliebe verändert, wenn dieses Kinoherz „stark“ ist.
Ah, interessant, danke! Verstehe ich gut, dass man sich von Yoga distanzieren will. Einen Gong hätte ich nicht mit Kino in Verbindung gebracht. Danke für die Erläuterung.
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Lieber Lukas Meschik,
mache ich selten, zu einem meiner Texte was erläutern, in dem Falle muss ich, da ich mit Yoga überhaupt nichts am Hut habe, der Gong ist der Kino-Gong, es wird dunkel und von der Leinwand her wird meine Gefühlswelt "angesprungen". Gruß CM