beitrag von: Schnipsel2026
Einmaleins des Draußens
aufgabe: 3 - fensterblick. dreizeiler über den blick aus dem fenster.
Die Weite multipliziert mit Höhe, Den Duft addiert, dividiert durch Grau ist gleich das ganze Draußen.
schule für dichtung
vienna poetry school
Die Weite multipliziert mit Höhe, Den Duft addiert, dividiert durch Grau ist gleich das ganze Draußen.
Persönlich würde ich „des Draußen“ bevorzugen, habe aber gesehen, dass es so theoretisch erlaubt wäre. Ehrlich gesagt wirkt das auf mich ein bisschen lieblos hingeklatscht. Das Gedicht zieht die eine Idee durch, in Österreich wäre das der eine „Schmäh“, dass also Rechnungen angestellt werden, nur eine Subtraktion ging sich nicht mehr aus. Aber sind die eingesetzten Werte denn stimmig? Und haben wir beim „Blick“ aus dem Fenster denn Zugang zu einem „Duft“? Die Idee an sich will ich gar nicht kritisieren, es ist spannend, mathematische Begriffe einzubringen, nur stellt sich für mich in dem Fall kein großer Mehrwert ein. Dieses „Draußen“, das unterm Strich herauskommt, bleibt für mich sehr unspezifisch.
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Mich inspiriert Arithmetik, auch wenn es denn Spielerei wäre. Öffnet jemand das Fenster – und macht es lieber gleich wieder zu? Dieses Draußen bietet (heute) zu wenig, um es zu genießen, aber schon zu viel, um es zu lange ins Zimmer zu lassen? Doch dann ist da der Duft, nicht ein Geruch, nicht ein Gestank. Ich denke eher an eine Großstadt als an eine ländliche Umgebung. Ist das Grau unangenehm? Geht es weg, wenn man durch es dividiert? Irgendwie geht die Rechnung (für mich) nicht auf. Und das gefällt mir an dem Gedicht!