beitrag von: u.titelbach
der blick zum himmel
aufgabe: 1 - innenschau. dreizeiler über empfindung, gefühlswelt.
der blick zum himmel mit weithin blauen augen ein blinder spiegel
schule für dichtung
vienna poetry school
der blick zum himmel mit weithin blauen augen ein blinder spiegel
Dieser „blick zum himmel“ weicht für mich zu stark von der Vorgabe ab, eine Empfindung oder einen Einblick in eine Gefühlswelt erkenne ich hier nicht. Schwer tue ich mir mit den „weithin blauen augen“, die damit ja „weitgehend“ blau sind. Der Himmel suggeriert eine Weite, in die dieser Blick vielleicht gerichtet ist, was für mich dann aber wenig mit den Augen zu tun hat. Die Einzahl beim „blinden spiegel“ sagt mir, dass es sich dabei nicht um die Augen handelt. Wer oder was ist dann der blinde Spiegel – der Himmel? Hier werden einige Bilder aufgezählt, die für mich kein großes Ganzes ergeben. Das soll Sie aber nur so sehr verunsichern, wie Sie wollen. Ich will Ihnen das Gedicht nicht madig machen. Wenn Sie genau wissen, warum Sie es so geschrieben haben, dann passt es.