beitrag von: JuMa
was wäre wenn
aufgabe: 4 - ein gegenüber. dreizeiler über einen fremden menschen
in der Straßenbahn spricht eine Frau laut vor sich hin
sie fragt: wenn alles verschwinden würde, was kein Mensch braucht
was würde von uns übrig bleiben? niemand traut sich, sie anzusehen
review von: Lukas Meschik
Ich habe mich ja bereits geoutet als Fan eingefanger Straßenszenen oder Begegnungen in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Leuten, die mit sich selbst sprechen, sollten wir sehr aufmerksam zuhören. Oft ist es Blödsinn, aber manchmal gehobener Blödsinn. Das hier ist Gesellschaftskritik, die über den Umweg einer fremden Person aber ohne Zeigefinger auskommt. Es klingt sehr nach Prosa, die auseinandergezupft wurde, um Lyrik zu sein. Könnte man es noch behutsam verdichten? Verstehe aber, dass man eine aufgeschnappte Aussage nicht verkürzen oder entstellen mag.