Ich bin wütend, traurig, enttäuscht.
Schon wieder ein Idol meiner Jugend als schmutziger alter Mann geoutet.
Gute Menschen gab es drüben, hier hab ich sie auch gefunden. Und ansonsten: Nirgendwo mangelt es an Schweinehunden, singt Biermann.
Ich google, welche Leichen man in seinem Keller schon gefunden hat.
Dann geh ich runter, in meinen Keller, steh lange vor der Kellertür.
Dieses Abteil aus Stahllamellentrennwänden zuzumauern wäre wohl keine besonders gute Idee.
Ich geh wieder rauf in die Wohnung, setz mich an den Computer, versuche meine Homepage so gut wie möglich auszuradieren. Dann schreib ich acht Mails: Ich ziehe meinen Text vom Wettbewerb zurück! Bitte nicht veröffentlichen!
Ich will nicht berühmt werden.
Niemand braucht sich für meinen Keller interessieren.
Is nich traurig, is ja Wahrheit, singt Biermann.
review von: franz adrian wenzl
Ich finde sehr gelungen, wie sich der Text Satz für Satz entwickelt. Und zwar wirklich: Satz lesen, nachdenken, Satz lesen, nachdenken, etc. & dabei einer spielerisch-analytischen Assoziationskette folgen. Wirklich anregend.
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christian schwetz
14.04.2026 19:18
danke
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14.04.2026 19:18
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