Die Menschen, die ganz da sind, im Hier und Jetzt. Die Yoga machen aus Überzeugung, mit soviel Überzeugung, dass sie auch andere überzeugen. Und dann kommen sie auf Qi Gong. Und sie machen es aus Überzeugung, mit soviel Überzeugung, dass sie auch andere überzeugen. Und dann kommen sie auf Tai Chi. Und sie machen es aus Überzeugung, mit soviel Überzeugung, dass sie auch andere überzeugen. Und jetzt machen sie ZEN. Und das ist es jetzt, sind sie überzeugt. Sie dienen einem Meister. Sie schlagen die Glocke. Sie gehen im Kreis, einer hinter dem anderen. Sie sitzen völlig ruhig, viele Stunden, während die Gelenke schmerzen und die Muskeln taub werden, und wenn sie der Meister mit dem Stock an der Schulter berührt, richten sie sich auf. Und sie schweigen. Sie schweigen den ganzen Tag Und sie schweigen die ganze Nacht. Nur ganz kurze Nachrichten tippen sie in ihre Handys, zwischendurch, wenn es niemand sieht. Weil es verboten ist. Weil auch das Handy zu schweigen hat. Gelästert wird später. Über die, die auf den WürdestdubittesonettseinmirdasSalzzugeben-Blick nicht reagieren, ihn einfach verpuffen lassen. Die man mit Blicken förmlich anschreien muss. Das Salz bitte. DAS SALZ! Was in dem Fall aber auch nichts nützt, man also selber aufstehen muss, um es zu holen. Und währenddessen tief atmet, drei Sekunden ein, sechs Sekunden aus, um den Ärger zu verscheuchen beim Anblick der Salatschüssel, die schon wieder leer ist, weil manche Menschen einfach unsägliche Egoisten sind. Nur auf sich selber schauen. Nicht registrieren, was links und rechts… Oder so tun, als ob sie nicht registrierten, was links oder rechts, weil sie dann was tun müssten, wozu sie keine Lust haben. Weil sie nicht die Sklaven der anderen sind. Weil sie die paar Tage ganz bei sich sein wollen und nicht wollen, dass irgendjemand etwas von ihnen will. Weil ZEN, das ist im Hier und Jetzt sein. Das ist es jetzt.
review von: franz adrian wenzl
Also, ich finds gut, muss aber im A:B-Vergleich sagen, dass es vorher nicht schlechter war!