merry christmas - phont

phonetic typewriter merry christmas


review von: peter glaser

was hier wie ein mit viel mühe gefertigter und geäußerter weihnachtswunsch daherkommt, ist dann doch abgründiger und also poetischer als es scheint. den ersten hinweis gibt der name der autorin oder des autors: wuzi, österreichischer diminutiv für eine kleine, weiche staubflocke und also etwas kinderleichtes, nettes, erweist sich nach einer textlichen minimaloperation, bei der einzig ein punkt entfernt worden ist, als die erstaunliche neuform des mit schußbereitem hintersinn gewählten nutzernamens w.uzi.
die mühe, mit der die maschine hier veranlaßt wird, einen scheinbar unbekümmerten und schlichten gruß auszusprechen, zeigt nicht nur, dass es ohne umwege keine dichtung geben kann und egon friedell recht hatte mit seiner bemerlung, kultur sei ist reichtum an problemen. zugleich zeigt es, wie die dichtung auch mit modernsten mitteln arbeitet, wenn es darum geht, einen kürzerer weg als eine gerade linie zwischen zwei punkten zu finden.

kommentare

peter glaser
22.12.2013 18:52

korr.: bemerlung = bemerkung; und danach muß das 'ist' dem konjunktiv weichen. | pg

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