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wir steigern das bruttonationalglück – texte zur glücksmaximierung

beitrag von: Sun

Verschwendet

Will nicht mehr reden, weil ich weiß,es wäre sinnlos. Kann nichts ändern oder bewirken, sag nichts von Bedeutung und gehört werde ich ohnehin nicht.
Will meine Stimme nicht, bin nicht dankbar genug, habe sie nicht verdient, gib sie jemandem der sie liebt. Jemandem der meiner Stimme eine Stimme geben kann. Reine Verschwendung ist sie an mir und trotzdem nutze ich sie. Ohne zu denken, ohne zu zögern, so viele verklungene, verschwundene Wörter, die mal was bedeuteten. Einst ein frisches Gefühl auf den Lippen, die Macht der Worte, zu nutzen was noch keiner wusste. Nun kaum Wörter zu empfinden, weder noch zu erfinden. Finde nicht die passenden um zu beschreiben, die Leere von Wörtern in mir. Meine Worte ergeben wenig Sinn. Oft für andere nicht, noch viel öfter für mich. Ich will keine Worte, die für was anderes bestimmt. Ein anderer Ort, eine andere Zeit, ein anderes Ich. Keine Worte deren Bestand grausam unpassend sich anhören, sobald sie meine Gedankenwelt verlassen.

review von: anna weidenholzer

geht es hier um den aufbau des glücks durch schweigen? dann braucht es noch ein bisschen mehr in diese richtung, wenn das thema der klasse erfüllt sein will - ein anderer titel wäre eine möglichkeit. eine weitere: nach "Jemandem, der meiner Stimme eine Stimme geben kann" noch ein zarten hinweis darauf, was das bedeuten könnte. im 2. drittel würde ich noch straffen, da sind zu viele "wort" wiederholungen.

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