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träumen

beitrag von: IchBinDieCarla

ein pelikan

Nachts wache ich jetzt öfter auf. Allerhand Gedanken gehen mir durch den Kopf, allerhand Gestalten tauchen mir auf. Man könnte sagen, ich denke über mein Leben nach, man könnte meinen, da gäbe es etwas, worüber es sich nachzudenken lohnt. 

Letzte Nacht habe ich von Aquarellfarben geträumt und Wasserrosen-Duft gerochen mit flatternden Nasenflügeln, eingeatmet hab ich ihn, um dort zu sein, mich dort zu fühlen. 
Sie waren so schön. 

Jemand Sanftes kommt zu mir und fragt mich auf Französisch - denn ich träume von französischen Aquarellfarben und Wasserrosen in Paris - warum ich denn mit Schürze und Mehl in meinem Haar im Bett sitze. 

"Komisch" denke ich nur, "backe ich etwa Brot?" 

Es gibt viel zu verarbeiten in Nächten wie diesen. Um bloß nicht aufstehen zu müssen liegt neben meinem Bett ein Pelikan, der mir als Wecker dient. Den echten Wecker, den verliere ich ständig und mein Pelikan gehorcht. Gezähmt habe ich ihn. Seitdem verschlafe ich nur einmal am Tag und fühle mich gesünder denn je. 

Die Nacht, die verschlafe ich nie.

review von: peter rosei

kleinigkeiten: … mit zitternden nasenflügeln. - schreib vielleicht besser: … denke ich: "ich backe doch brot!" (da kommt das a-logische besser)

das ende deiner zarten, witzigen geschichte? Da würde ich etwa bloß schreiben: Es gibt viel zu verarbeiten in nächten wie diesen. das kann man wohl sagen!
peter rosei sagt
23.04.2020 22:43
habe versehentlich gelöscht. - aber: you are absolutely right.