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henri chopin (fra)

henri chopin

henri chopin
© sfd

 

biografie:


geboren 1922 in paris, schlüsselfigur, wegweisender pionier und förderer der internationalen visuellen und akustischen poesie/konkreten poesie/lautpoesie/soundpoetry. erfinder der "poésie sonore". autor von klangwerken, bildwerken, skulpturen, theaterstücken, experimentellen filmen. schließt mikrophone am mund und innerhalb des körpers an. setzt den menschlichen körper als ein tönendes instrument ein und konzentriert sich in seinen kompositionen auf den mikrokosmos der durch den kehlkopf erzeugten laute, isoliert mit dem mikrofon zuvor nicht wahrgenommene klänge und verarbeitet sie seit jahrzehnten in zahlreichen elektroakustischen werken.

1955 erste versuche mit dem tonband. wird - gemeinsam mit francois dufrêne und bernhard heidsieck zum begründer der poésie sonore, später zu ihrem hauptsächlichen theoretiker und propagandisten (der begriff "poésie sonore" geht auf chopin zurück). 1956 briefkontakt mit andré breton. "rouge", sein erstes tonbandpoem. 1957 elektroakustische manipulationen, 1964 gründung von "ou", der ersten und viele jahre einzigen schallplatten-edition für audiopoesie. 1967 "open letter to aphonic musicians". 1968 teilnahme am pariser mai. seine frau verliert die französische staatsbürgerschaft. übersiedlung nach london. 1969 erste visuelle gedichte. 1985 rückübersiedlung nach paris. 1992 und 1993 lehrer an der schule für dichtung in wien. seine typewriter-poems, skulpturen, collagen und siebdrucke wurden in über 200 ausstellungen in zahlreichen ländern gezeigt.
verstorben am 3. jänner 2008 in dereham, grossbritannien, wo er in den letzten jahren gelebt hat.

publikationen (u.a.):

- regard total (buch, 1957)
- cantata for two farts and juan carlos 1 (tape, 1975)
- les chuitantes respirant (tape, 1979)
- poésie sonore internationale (buch, 1979)
- throat power (tape, 1974)
- vertigo du vertige (tape, 1973)
- fresco for the inpalpable voice (audiovideo, 1993)
- urwalzonate (audiovideo 1993, gemeinsam mit den studenten und studentinnen seiner klasse)
- le corpsbis (1997)
- les mirifiques tundras & compagnie (1998)
- j'ose! -defier- (buch, 2000)
- réalité sonore (buch 2001)
- la marche de la mort, avant pendant après (buch 2002)
- LA PEUR and CO (1958-1979) (CD 2002)

analoge klassen:

- "poésie sonore et poésie graphique", september 1992 (wien)
- "poésie sonore et poésie graphique", april 1993 (wien)
- "poésie sonore workshop", oktober 2004
http://archiv2.sfd.at/akademie/2004/klassen/chopin/st_chopinws/index_html

tipp:

cd: "henri chopin remixed" (sound poetry live II)

henri chopin, wegweisender pionier der audio- und multimediakunst gastierte auf einladung der sfd im herbst 2004 in wien.
christian fennesz, erdem tunakan, didi bruckmayr, bernhard gál, joerg piringer, ide hintze, juergen berlakovich und nussstaub (henri chopins sfd-students 2004) – mitch heinrich, heike fiedler, bruno pisek, sophie reyer, peter waugh –
beschäftigten sich mit chopins werk und loteten chopins mikrokosmos der wörter, buchstaben, laute und körpergeräusche mit live-mixes im porgy & bess, wien aus.
die cd beinhaltet auszüge dieser auftritte sowie henri chopins fulminantes eröffnungsstück.
sfd records 2006
https://sfd.at/publikationen/cd-henri-chopin-remixed-sound-poetry-live-ii

 

eine "special seite" der sfd zu chopin >> http://archiv2.sfd.at/henrichopin/