profil
schule für dichtung
die schule für dichtung in wien (sfd) wurde 1991 als unabhängiges künstlerprojekt gegründet und trat im april 1992 mit der organisation von 12 klassen und einem internationalen symposium zum thema “lehr- und lernbarkeit von literatur” erstmals an die öffentlichkeit.
der poesiebegriff oszilliert zwischen “schrift” und “multimedia”, zwischen “analog” und “digital”, zwischen “eigene sprache”, “fremde sprache” und “mehrsprachigkeit”.
die schule für dichtung bietet keine ausbildung an, sie organisiert lehrhafte begegnungen mit renommierten autorinnen und autoren. im zentrum steht die praktische übung.
an der schule für dichtung haben u.a. gearbeitet:
allen ginsberg, anne waldman, ed sanders, anne tardos (usa), blixa bargeld (deutschland), nick cave (australien), humberto ak’abal (guatemala), ayu utami (indonesien), henri chopin (frankreich), inger christensen (dänemark), fernando rendón, angela garcia (kolumbien), huynh khai vinh (vietnam), andrej novikov (russland), h.c. artmann, gerhard rühm, wolfgang bauer, marlene streeruwitz, falco, gert jonke, friederike mayröcker, roland neuwirth, felix mitterer, robert schindel, julian schutting, peter rosei, rosa pock-artmann, christine huber, christian loidl, christian ide hintze (österreich)
das sfd-archiv umfasst umfangreiche audio- und videodokumente und zeigt die autorinnen und autoren bei der arbeit in den klassen und auf der bühne.
gemeinnütziger verein (unterstützt von bundesministerium für unterricht, kunst und kultur / kunstsektion und der kulturabteilung der stadt wien)
leitung: fritz ostermayer, autor, musiker, performer, freier radiomacher
initiator und leiter bis 2012: christian ide hintze, lyriker, performance & multimedia poet
vorbilder:
die letzte bedeutende poesieschule europas, die schule der sappho in mitilini, lesbos, vor 2600 Jahren, sowie die 1974 von allen ginsberg und anne waldman gegründete jack kerouac school of disembodied poetics in boulder, colorado, usa; jedoch mit besonderer berücksichtigung lokaler traditionen (wiener kaffeehaus, wiener gruppe, aktionismus, visuelle -, akustische -, konkrete poesie, sprachphilosophie)
ziel:
autonom verwaltetes lehr- und lerninstitut für literatur; ort für poetologische kommunikation; akademie für buchstaben- und sprechlautforschung; archiv für poesiepädagogische dokumente (audio, video und schrift); laboratorium zur verwandlung literarischer impulse in kommunale ereignisse; welcome center for travelling poets.
schwerpunkte:
• diskussion der lehr- und lernbarkeit von literatur
• multimediale und multilinguale aspekte der sprachkunst
• sprachpolitische situation in europa
• organisation von digitalen klassen
(virtuelle akademie seit 1997: www.sfd.at)
• analoge klassen
• lesungen / performances / vorträge / ausstellungen
• publikation von büchern, cds, videos, internetseiten
• schrift-, audio-, video-archiv: sammlung und dokumentation
thematisch relevanter publikationen
arbeitskategorien:
poesie mündlich, poesie schriftlich, poesie audiovisuell, poesie digital, drama, prosa mündlich, prosa schriftlich, performance, installation(en)
faculty:
>> sfd-lehrerinnen und lehrer seit 1992 (pdf)
studenten/studentinnen:
ca. 60% weibl. – 40% männl.; ca. 80% österreich – 20% ausland;
anzahl teilnehmer/innen seit 1992
- analoge klassen: rund 2500 (ca. 10% professionist/innen – 50% erfahrene autor/innen – 40% laien)
- online klassen: rund 6500
