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an edens äpfelbäumen sägen

klasse zur erotischen poesie.
verschoben! 30. märz, 31. märz, 1. april, 3. april, klassenperformance im rahmen des festivals “452 jahre wiener gruppe” am 21. juni 2020.
in kooperation mit sprachspiel. biennale west
bewerbungsfrist geförderte plätze: 9.3.!


klasse analog an edens äpfelbäumen sägen
/ timo brandt (ger/aut)


an edens äpfelbäumen sägen

 

klasse zur erotischen poesie mit dem poeten timo brandt

 

“die erotik ist das reizvolle, das noch nichts offenbares hat”, so heißt es beim argentinischen literaturkritiker paul groussac, während für die dichterin amy lowell das erotische der “strom ist, der die sinnlichkeitsmaschine antreibt”. und von mina loy gibt es den schönen satz: “wo trieb und kultur sich treffen, wildert die erotik.”

doch abseits dieser gelehrigen meinungen: wo fängt erotik denn an, wo hört sie auf? ist sie das, was geil ist oder das, was geil macht? und wo ist sie noch zu finden, in unserer durchsexualisierten gesellschaft? überall? nirgendwo? denn schließlich beruht der reiz der erotik doch auf spontanität, auf einer ballung, einer zugespitzten neugierde, die wenig mit verfügbarkeit und omnipräsenz zu tun haben. oder muss ein solch intimer begriff des erotischen im digitalen zeitalter fallengelassen werden, ist er unerwünscht, veraltet?

octavio paz schreibt in seinem werk die doppelte flamme – liebe und erotik: “von der beziehung zwischen erotik und poesie kann man ohne affektation sagen, dass erstere eine körperliche poetik ist und letztere eine verbale erotik.” in diesem sinne: auf ans werk: in der auseinandersetzung mit lyrischen texten des 20. und 21. jahrhunderts nähern wir uns verschiedenen ausformungen und ideen des erotischen an und versuchen selbst individuelle positionen des erotischen zu konzipieren und texte zu verfassen, in denen sich diese positionen wiederfinden oder in denen sie auf lustvolle art und weise gebrochen werden.

 

termine

auf unbestimmte zeit verschoben!

12 unterrichtseinheiten:

mo, 30.3.: 17 bis 20 uhr

di, 31.3.: 17 bis 20 uhr

mi, 1.4.: 17 bis 20 uhr

fr, 3.4.: 17 bis 20 uhr

ort: schule für dichtung, mariahilfer straße 88a/stiege III/7, 1070 wien

klassenperformance
so, 21.6. (eintritt frei; uhrzeit folgt) im rahmen des literatur-, film- und musikfestivals “452 jahre wiener gruppe” (im gedenken an h. c. artmann und die wiener gruppe). 19. bis 21. juni 2020. organisiert von sprachspiel. biennale west.
ort: alte schieberkammer, meiselstraße 20, 1150 wien

 

teilnahmegebühr: 100,- €

begrenzte teilnehmerzahl!

>> anmeldeformular (pdf download)

 

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2 geförderte teilnahmen

wir bieten für diese klasse zwei geförderte plätze an, für die keine teilnahmegebühr anfällt.
bewerbungen bitte senden an: sfd@sfd.at mit:
- motivationsbrief
- kurzbio (max. 1 seite)
- kurze textprobe/n (max. 2 seiten; kann aber muss nicht erotische poesie sein)
- adreßdaten
bewerbungsfrist: 9.3.2020

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timo brandt

 *1992 in düsseldorf. von 2014 bis 2018 studium am institut für sprachkunst an der universität für angewandte kunst in wien.
seit 2016 literatur-rezensent auf fixpoetry.com, signaturen-magazin.de und für die zeitschriften zwischenwelt, kolik, literatur und kritik.
veröffentlichungen von gedichten und essays u.a. in bella triste, still, metamorphosen und einigen anthologien. 2017 erschien sein erster gedichtband: enterhilfe fürs universum, 2019 folgte ab hier nur schriften. im märz 2020 erscheint das gegenteil von showdown (gedichte. limbus verlag). er war artist in residence beim prosanova 17 und träger des gisela-scherer-stipendiums 2019. timo brandt lebt in wien.

 

 
(c) dilan tas

 

 

 

(c) orhan kipcak